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Rundbrief 1/2012: Gemeinsam einsam

Liebe Freunde und Freundinnen der Philosophie,
Logo1/2012

nicht immer sind meine Rundbriefe von derselben logischen Form wie die der Mathematik oder der Naturwissenschaft. In diesen Wissenschaften kann die mathematische Gleichung 1 + 1 = 2 nur einem einzigen Ergebnis als richtig beantwortet gelten. In den vergangenen Rundbriefen habe ich mich hingegen immer wieder darum bemüht diese Gleichung innerhalb einer anderen logischen Form zu lösen und habe daher auch ein anderes Ergebnis erhalten.

Die logische Form der Rundbrief teilt beispielsweise die Liebe und die Freiheit, was die Teilnehmer meines momentan laufenden VHS- Seminars zum Liebesurfen nur bestätigen können. Überall dort wo jemand zusammen mit anderen Menschen erfolgreich in Arbeit, Kindheit, Kunst oder anderen Situationen liebt gilt 1 + 1 = 1.

XenoPhily.Eu (XPE) wäre aber nicht XPE, wenn nicht bei den beiden Veranstaltungen im Januar weder das mathematisch-logische (2) noch das praktisch-logische Ergebnis der Gleichung (1) gelten würden. Daraus folgt aber nicht, dass bei den Veranstaltungen von XPE beliebiges gilt. Ganz im Gegenteil, bei XPE hat selbstverständlich sowohl das eine als auch das andere Ergebnis ihre Gültigkeit. Es gilt: 1 + 1 = 2 und 1

Wie das genau aussieht kann am Do. 26.1.2012, ab 19:00Uhr, im LERNHAUS des Netzwerkes Freiburg im Wandel erfahren werden (Thema: Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit). Auch beim brandneuen Pylocafe im VHS-Studio 52 (Sedanstrasse 7), kann am Fr. 27.1.2012, ab 18:00Uhr beispielsweise die "Gelassenheit zwischen Herkunft und Zukunft" erfahren werden.

Wer Interesse an den beiden Veranstaltungen hat ist kostenfrei und herzlich eingeladen. Mehr Infos im Wiki auf www.XenoPhily.Eu
Liebes,
Nils

  • Von Nils Adolph
  • Januar 23rd, 2012
  • Veröffentlicht in Ankündigung
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Rundbrief 12/ 2011: Liebe Freunde und Freundinnen der Weihnachtsliebe,

die letzten Seiten im Termin-Planer, Weihnachtsmärkte, Misstrauen, Konsumrausch- und Einheitsforderungen in Hülle und Fülle - alles untrügliche Anzeichen dafür, dass sich das Jahr 2011 seinem Ende entgegen neigt. Und inmitten des ganzen Trubels ist eine oft gestellte Frage wahrscheinlich: "Wo ist das Jahr nur wieder hingekommen?".
Logo12/2011

Damit sich diese Frage zweifelsfrei beantworten lässt, hab ich mich entschieden ein Investment zu tätigen. Ich kauf mir einen subkutanen Gefühlschip, Sender, Mikrofone und Kamera. Bin ich erst einmal an diese Gerätschaften angeschlossen, könnt Ihr jederzeit hören was ich höre, sehen was ich sehe, ja sogar was ich fühle wird live ins Internet ausgestrahlt. Sollte ich irgend welche Erinnerungen suchen, kann ich das ganz bequem solange ich schlafe, in den nebenbei aufgezeichneten Daten tun.

Die obenstehende Vision ist ein technisch- konsumeristischer Blödsinn. Wer über seine Erfahrungen informiert sein will, muss zuallererst Erfahrungen haben die einer Erinnerungen wert sind und sich dann in einem zweiten Schritt reflexiv dafür öffnen und im dritten Schritt diese Reflexionen mit relevanten anderen teilen. Den letzten Schritts des Teilens haben wir im letzte Philocafe des Jahres 2011 zum Thema: "Erzählte Geschichten". Bei Getränken und Gebäck wollen wir uns in geselliger Atmosphäre für die Erinnerungen des vergangenen Jahres und auch der Jahre davor öffnen. Ich schlage vor, dass jeder ein Buch oder Gegenstand mitbringt welcher mit vielen Erinnerungen verknüpft ist. Wir treffen uns am Donnerstag, 22.12.2011, ab 19:00 im Foyer des Treffpunkts Freiburg (Schwarzwaldstr. 78d).

Hohoho, bis gleich Nachher,
Nilskolaus

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P.s.: Selbstverständlich steckt hinter diesem Rundbrief auch eine Gewinnabsicht. Allerdings nur dann, wenn Du Dich auf www.vhs-freiburg.de für einen Philosophie-Lektürekurs mit dem Titel: "Liebe surfen mit Erich Fromm" anmeldest. Der Kurs kostet €40, findet ab dem 10.1.2012 immer Dienstags 4x statt. Mehr Infos bei der VHS oder auf www.XenoPhily.eu.

  • Von Nils Adolph
  • Dezember 19th, 2011
  • Veröffentlicht in Philo- Cafe, Philo- Rundbriefe
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Rundbrief 11/ 2011: Die Letzten werden die Ersten sein

Logo11-2011

Liebe RundbriefleserInnen,

ich bin gesund.

Alle Krankheiten sind zunehmend stärker aus meinem Denken und dann aus meinem Körper verbannt. Dies habe ich einem neuratigen Produkt zu verdanken, dass ich mir frisch und selbst zubereite. Es handelt sich dabei um einen Kritikbrei der aus drei verschiedenen, ausgewählten Zutaten besteht und sich ganz leicht nachkochen lässt.

  • Die Grundzutat sind gut gemeinte Rückmeldungen und Genesungswünsche. Letztere erhielt ich als Antwort auf das im letzten Monat ausgefallene Philocafe (Vielen Dank an: Magnus, Markus, Thomas, Nina, Susanne, Paul und Kathie). Gut gemeinte mündliche Rückmeldungen à la: "ich lese Deinen Rundbrief immer" tun hier ebenfalls ihre Wirkung. Diese Wirkung besteht darin, schreibt der Sozialphilosoph Luc Boltanski, dass die Realität akzeptiert und geliebt wird, ohne unmittelbar geprüft zu werden.
  • Die zweite Zutat der Kritik ist ein Halbfertigprodukt mit Geschmacksverstärker. Es besteht beispielsweise aus der bereits im letzten Rundbrief angetönten Frage: "Lässt Du eigentlich mal ein Rechtschreibprogramm über Deine Texte laufen?" Solche Fragen haben wie auch die Scherze über meine gar nicht so seltenen Termindreher reformatorisches Potential. Sie fordern von mir vergessene Anerkennung ein, stehen aber zumindest prinzipiell hinter meinem Rundbrief.
  • Kein Geschmacksverstärker, sondern ein gefährlich stark färbendes Gewürz ist die dritte Geheimzutat. Damit ist beispielsweise das gelegentlich eintrudelnde, radikale Kommando gemeint: Unsubscribe Rundbrief! In einer Überdosis löst dieses Gewürz den Zusammenhang von e-Mail und Rundbrief einfach auf. In geringer Dosierung aber, verrät diese Zutat eine Menge über individuell verschiedene und subjektive Motivationsgründe. Dahinter stehen existentielle Erfahrungen wie Ungerechtigkeit und bestimmte Formen der Authentizität die in meinen Rundbriefen (noch) nicht aufgehen.

Nachdem sie den stark färbenden und scharf gewürzten Kritikbrei gekocht haben, fragen sie sich sicherlich wie er sich anwenden lässt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Anwendung 1:
Stempeln sie den Brei ab und schubladieren sie ihn ein. Behandeln sie ihn wie den letzten, verrückten Spinner und blicken sie auf ihn herab. Verachten Sei ihn! Dann zahlen sie die geforderten €236,60 Artzt-, Klinik- und Rehagebüren bei mir ein, damit sich Farbe und Geschmack neutralisieren.
Anwendung 2:
Schreiben sie ihren Freunden, Angestellten und Bekannten kurze Reden oder laden sie zum gemeinsamen Diskutieren über Freiheit oder zu gemeinsamen Zen-Buddistischen Schweigemeditationen ein. Lassen sich sich dabei jeweils in kleinen Dosen den von ihren selbstgekochten Kritikbrei reichen. Ich wette das wird sich für uns lohnen.

Guten Appetit und viel Spass beim Geniessen,

Nils

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1. Rede zur Vernissage: is real "ein" mus? (Do. 17.11.2011//18:30)
2. PhiloCafé, Thema: Diskutieren über Freiheit (Do. 24.11.2011//19:00)

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1. Kurze Rede zur Vernissage: is real "ein" mus?

Meine liebe Mitbewohnerin Moni, Mutter der 12 Jährigen Tokyo, Kunstlehrerin und ihres Zeichen begnadete Künstlerin vor dem Herrn läd ein zur Vernissage ihrer neuesten Ausstellung mit dem Titel: is real "ein" mus? Während die einen Musizieren, die andern ihren mitgebrachten Wein verschenken werde ich an diesem Abend die Einführungsrede vorbereiten.

Was: Vernissage von Moni Bosch
Wo: Amt für Bürgerservice; Baslerstr. 2
Wann: Donnerstag 17.11.2011,Beginn 18:30 Uhr
Wer: KunstgenieserInnen aller Couleur
Kosten: Weinpotluck (Wein uund Glas mitbringen und mit Freunden teilen)

 

2. PhiloCafé, Thema: Diskutieren über Freiheit

Die Freiheit von je nach Bedürfnissen verschiedenen Dingen (Arbeit, Geldsorgen, Müdigkeit, Mühsal und Krankheit) gilt gemeinhin als das populärste Freiheitsverständnis. Erst wer frei sei von allem, sei wirklich frei, behaupteten einige populären Hippies und befreiten sich nicht zuletzt vom eigenen Leben. Spätestens dann aber, wenn man sich für etwas entscheiden soll das sich nicht durch die Abwesenheit eines anderen automatisch ergibt tauschen Probleme auf. Wie lässt sich die Freiheit zu etwas positiv bestimmen? Kann Freiheit auch durch Zwang verwirklicht werden und wie ist es um die berühmte Trias von Willens- Gewissens- und Denkfreiheit bestimmt?

Was: Philosophisches Café zum Thema: Diskutieren über Freiheit
Wo: Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78d
Wann: Donnerstag 24.11.2011,Beginn 19:00 Uhr
Wer: neue und alte PhiloCafételistInnen
Kosten: um Unkostenbeteiligung wird gebeten

  • Von Nils Adolph
  • November 14th, 2011
  • Veröffentlicht in Ankündigung
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Rundbrief 10/2011: Kritik der Macht

Liebe Sozialphilosophen und Sozialphilosophinnen.

letzthin hat sich bei mir per Telefon die Kritik gemeldet und mich folgendes gefragt:

- "Lässt Du eigentlich mal ein Rechtschreibprogramm über Deine Texte laufen?"

- Mit Schweigen hab ich ihr Geantwortet und während dessen von einer verständnisvollen Rechtschreibkorrekturhilfe mit langen Beinen und blonden Haaren geträumt.

- "Nils!", ergiff  die Kritik erneut das Wort, "Du solltes einfacher, eindeutiger und leichter verständlich schreiben".

- Mit einem leichten Anflug von Trotz entgegente ich Ihr daraufhin: "dann scheiden aber als  Themen des Oktoberrundbriefs negative Dialektik ebenso wie Paradoxa aus oder überhaupt alle komplizierten Themen aus."

- Zunächst stillschweigen auf Seiten der Kritik. Dann geht Ihr doch noch ein Licht auf: "Ja vielleicht müssen Philosophen und Philosophinnen auch so komplizierte Dinge reden."

Nach dem Gespräch sitze ich immer noch da und überlege ob die Ränder des Verstehens und die Thematisierung dessen was sich begrifflichem Denken entzieht immer schon die Aufgabe der PhilosophInnen war. Ob nicht der perfekteste Teppich einen Knüpffehler braucht und über was ich im philosophischen Rundbrief schreiben kann ohne kompliziert zu werden. Am besten garnix schreiben denke ich oder nur das, was eh schon jeder weiss. Daher wird sich das nächste philosophische Cafe mit folgenden Themen befassen:

  • >>ob Hannah Arendt zu Anthony Giddens passt, oder nicht<<,
  • >>über die letzten Neuigkeiten ihrer Handlungstheorie<< und
  • natürlich >>die Macht des Wetters<<.

Scherz beiseite, über das Wetter will ich nicht reden, aber zu den anderen Themen gibt es bereits Vorbereitungen im Wiki, beispielsweise hier, hier oder hier. Nicht nur am Philocafe sondern auch an den Vorbereitung darf, wie das im Wiki üblich ist, sich wirklich jeder und jede beteiligen.

Vor allen anderen sei diesen mein herzlichster Dank,

Nils

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1. PhiloCafé, Thema: . Am 4. Donnerstag jeden Monats, diesmal am 28.10.2011, Beginn 19:00 Uhr, im Foyer des Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstrasse 78d
2. Zen und Praxisphilosophie, November 2011, Freiburg
3. Umfrage, noch bis Ende der Woche: Das liebe und das böse Geld

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1. PhiloCafé, Thema: Macht und Handlung bei Ahrend und Giddens

Um Macht und Handlung soll es gehen und um deren Kritik, wie sie Hannah und Anthony geübt haben. Natürlich meine ich damit nicht irgend eine Hannah und irgend einen Anthony. Sonst hätt ja auch Peter und Heidie schreiben können oder alle andere mir bekannten Namen. Aber sicherlich geht es auch um die Kritik der Teilnehmer des Philocafes. Denn sie und nicht Hannah und Anthony stehen im Vordergrund. Und auch der Peter und die Heidie, sofern sie denn überhaupt kommen.

Was: Philosophisches Café zum Thema: Macht. Handlung und dem Wetter
Wo: Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78d
Wann: Donnerstag 28.10.2011, Beginn 19:00 Uhr
Wer: junge und alte PhiloCafételistInnen
Kosten: um Unkostenbeteiligung wird gebeten

2 Zen und Körperphilosophie

Es geht wie beim letztjährigen Philowandern wieder einmal um die Bruchlinien zwischen Körper und Geist, Leib und Seele, Vernunft und Emotion. Wir Fragen nach der Rolle die dabei der Verstand und die individuelle Erfahung spielen? Wir werden dazu auch Mediationstechniken üben.

Was: Körperphilosophisches Seminar zusammen mit Carola Kaupp
Wo: Hegarhaus Freiburg, Wilhelmstraße 10
Wann: Ende November 2011
Kosten: Zwischen 5 und 20€3 Umfrage zum lieben und zum bösen Geld

 

3. Umfrage zu liebem und bösem Geld

Zusammen mit der Campusgruppe von Attac Freiburg habe ich eine kurze Umfrage erstellt, die Hintergrundinformationen zur solidarischen Ökonomie sammeln soll.
Ich bitte Euch ganz herzlich noch bis zum Ende dieser Woche daran teilzunehmen. Danach werten wir die Daten aus und ergänzen sie durch eine intensivierte Expertenbefragung. Die Ergebnisse der Studie stehen selbstverständlich allen zur freien Verfügung. Ihr könnt sie dann bei der Campusgruppe downloaden oder auf Anfage hin auch direkt bei mir bekommen.

Die Studie findet ihr hier:
http://nilsadolph.de/phpsurveyor/index.php?sid=4

  • Von Nils Adolph
  • Oktober 24th, 2011
  • Veröffentlicht in Ankündigung
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Rundbrief 9/2011: Schneller ans Ziel durch mehr Umwege

Logo9-2011
Liebe Lebensphilosophen und Lebensphilosophinnen,

gerade jetzt sehe ich mich wieder vor eine existentielle Entscheidung gestellt. Meine beiden neuen Mitbewohner, der Herr Sehnenscheidentzündung und die Frau Schlaflosigkeit bestätigen mir die existentielle Gewicht der Entscheidung. Aber was sind die beiden Optionen die mich zerreissen?

Auf der einen Seite steht ein Ich das gepusht von einer Überdosis Koffein, antreibendem Stress, Schlafentzug und einer seriösen Arbeitssucht, sich gegen alle Anzeichen meines Körpers an einer falschen Hoffnung festhält. Ich halte dabei an dem Gefühl meiner Pflicht fest und rennradle dabei gegen den Wind an einem unendlich hohen Berg. Während also alle langsam von ihrem Sommerurlaub zurückkommen ist Erholung bei mir dringend nötig. Das Erholung nicht nur Not tut sondern sogar ärztliche Pflicht bei jemandem ist der sich seit Monaten an 1000 Baustellen gleichzeitig bemüht umfassendes und menschenunmögliches zu leisten, kann kaum bestritten werden.

Die Option auf der anderen Seite ist paradox. Es geht darum sich selber kennen lernen um die anderen dadurch besser zu verstehen. Es geht darum mehr auf sich zu hören um sich dabei selbst verlieren. In etwa wie ein Kind, welches Fussballspielen lernt, ganz im Fußballspiel aufgeht und dabei vergisst, dass es nicht der Libero bei der Weltmeisterschaft ist dem der entscheidende Anschlusstreffer gelingt. Wie diese Orientierung an eigenen Ressourcen, Vorlieben und Fähigkeiten wiedererlangt und Auslassungen vom Arbeitsübermas begründen werden können?

Ein paar Vorschläge:

  • Beim Seminar zu Sozialtheorie und Sozialkritik an der Uni Basel gesellschaftliche Pathologien kritisieren und Alternativen begründen
  • Im gemeinsamen Gespräch mit Philocafetelisten über Zufall, Schicksal und Rebellion die eigene Werteorientierung als gesunden Orientierungspunkt wieder entdecken
  • Bei der VHS-Exkursion anhand philosophischer Bruchstücke aus Heideggers Philosophie den eigenen revolutionären Perspektivwechsel denken
  • Beim VHS-Seminar anhand der Wege zum guten Leben von Fromm, Habermas und anderen modernen Denkern sich selbst neu erfinden

Und wenn das alles nicht reicht? Dann werde ich es mit Freude getan haben, wird es gezeigt haben woher ich kam, wohin wir gegangen sein werden und was ich liebe und hoffe.

Herzliche Grüsse, bis vorgestern,
Nils

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1. PhiloCafé, Thema: Fenster durch die Gesellschaft. Zufall, Schicksal und Rebellion. Am 4. Donnerstag jeden Monats, 22.9.2011, Beginn 19:00 Uhr, im Foyer des Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstrasse 78d
2. Exkursion, Thema: Holzwege, Lichtungen und Heideggers gutes Leben, am Samstag 8.10.2011, 13:00 Uhr, Todnau/ Martin-Heidegger Rundweg
3. Seminar, Thema: Moderne Wege zum guten Leben. Beginn 11.10.2011, 6x immer Dienstags, 18:00- 19:30 Uhr

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1. PhiloCafé, Thema: Fenster durch die Gesellschaft. Zufall, Schicksal und Rebellion.

Wir haben uns im letzten Philocafe für eine Selbstverortung mittels des fatalistischen Pärchens "Zufall und Schicksal" entschieden. Wie jemand anderes hier gezeigt hat, kann Rebellion mit dem Pärchen in einem Widerspruchverhältnis stehen. Der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt hält dem entgegen, dass auch die Rebellion nicht unbedingt einen Ausweg aus vorm Zufall gibt. Denn "[j]e planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall." (Dürrenmatt)

Was: Philosophisches Café zum Thema: Schicksal, Zufall und Revolte
Wo: Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78d
Wann: Donnerstag 22.9.2011, Beginn 19:00 Uhr
Wer: (PCI) PhiloCafételistInnen
Kosten: um Unkostenbeteiligung wird gebeten
www: Vorbereitung

2. Exkursion, Thema: Holzwege, Lichtungen und Heideggers gutes Leben,

"An Martin Heidegger scheiden sich die Geister. Die einen halten ihn für den größten Philosophen des 20. Jahrhunderts, die anderen für einen Nazi-Schwätzer." (Die Welt am 15.12.2009) Auf dieser Exkursion wollen wir Konsequenzen beider Verständnisse offen legen. Zugleich sollen beide Auslegungen radikal genug hinterfragt werden, um die dahinter verborgene Philosophie Heideggers zu entdecken (entbergen). Mit kritischen Kurzvorträgen wird auf dem Martin-Heidegger-Rundweg (ca. 6 km) der Einstieg in eine Philosophie zwischen Holzwegen und Lichtungen möglich.

Was: Philosophische Exkursion Thema: Schicksal, Zufall und Revolte
Wo: Parkplatz Am "Radschert" bei der Jugendherberge, Todtnauberg,
Wann: Samstag 8.10.2011, 13:00 Uhr,
Wer: mutige Denkerinnen
Kosten: 24,20 EUR
Anmeldung und Veranstalter: VHS Freiburg
Wie: Fahrgemeinschaften ab Freiburg können über den Kursleiter, Tel. 0761/4534534, oder E-Mail, christopher@nilsadolph.de,
www: Vorbereitung

3. Seminar, Thema: Moderne Wege zum guten Leben. Auf der Grundlage kritischer, postmarxistischer und sozialphilosophischer Ideen

Oft verpricht uns der unbegrenzte Reichtum, schrankenlosen Erfolg und nicht zuletzt macht das Paradies auf Erden ein längeres Leben konsumierbar. Das individuelle Glück spielt sich jedoch nach ganz eigenen Versionen des guten Lebens ab. Wie ist der Widerspruch zwischen individuellen und versprochenen Versionen in die Gemeinschaft mit anderen Menschen hineingeflochten?

Ziel des Kurses ist eine Selbstverortung innerhalb der Gemeinschaft anhand von Ideen des guten Lebens und eine kritische Abgrenzung gegenüber falschem Leben. Dazu wird an aktuelle Denker angeschlossen, die sich nach veralten des Produktionsparadigmas (Marx) der Frage nach dem guten Leben gestellt haben. Neben Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Erich Fromm werden wir uns mit Theorien von Michel Foucault, Cornelius Castoriadis und Jürgen Habermas beschäftigen. Ergebnis des Seminars soll sein, eigene Landkarten zum glücklichen Leben zu zeichnen.

Was:
Seminar zu verschiedenen Wegen des guten Lebens
Wann: Di. 11.10.2011 - Di. 22.11.2011 um 18:00 - 19:30
Wo: VHS im Schwarzen Kloster
Kursleiter: Christopher Nils Adolph
Wer: Interessenten am Selberdenken, Diskussionen
Unkosten: 44,40 EUR
www: Sitzungsfahrplan oder Teilnahmebedingungen VHS-Freiburg

  • Von Nils Adolph
  • September 13th, 2011
  • Veröffentlicht in Ankündigung, Philo- Rundbriefe
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Rundbrief 8/2011: Kann ich wollen was ich will?

Logo8-2011

Meine lieben Leute,

Es gibt Dinge zu verstehen die hier passiern. Ich habe versucht diese Dinge in einem Fotokollage festzuhalten, deren drei Bestandteile meinem Aufenthalt in Krakau entstammen.

Das unterste der drei in der Kollage verwendeten Bilder zeigt eine realsozialistische Wohnscheibe. Diese Wohnscheiben wurden massenhaft und nach konstruktivistischem Prinzip in ganz Osteuropa und weit darüber hinaus errichtet. Sie kann zum einen als Zeichen der Beherrschung des gierigen und kapitalistischen Menschennatur durch das historische, proletarische Subjekten verstanden werden. Zum anderen stehen die Wohnscheiben als Symbol für die sozialistische Natur des Menschen. Diese Natur wird, wie das obere Drittel der Kollage zeigt, von einem Abrissbagger demontiert. Dessen zerstörerisches Werk ist Beweis genug dafür, dass die sozialistische Natur der wahren Natur des Menschen nicht angemessen ist.

Wer den oben stehenden dialektischen Entwicklungsgang nachvollziehen kann (kapitalistische Natur -> 1. Negation - > sozialistische Natur -> 2. Negation), wird sich wohl fragen, was darauf folgt. Kann die gegenwärtige kapitalistisch-demokratische Natur als ein Einpunkt der Geschichte angesehen werden, der alle Bedürfnisse der Menschennatur ein für alle mal befriedigt? Mit großer Sicherheit nicht, denn sonst wären Unzufriedenheit ein für alle mal aus dem Bewusstsein der Menschheit verbannt. Auch der nach wie vor steigende Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen weist auf zukünftiges Leid hin. Weitere Hinweise auf vergessene Anerkennung geben Heere von unglücklichen Randgruppen. Die drei großen A (Alte, Arme, Arbeitslose) machen dabei einen zunehmen wachsenden Anteil der Bevölkerung aus.

Für alle, die sich gerne über das Nichten des Nichts unterhalten wollen, das in der obigen Kollage doppelt negiert ist, sind die beiden Veranstaltungen des Instituts für Kritik als soziale Praxis (IfKaP) im Monat August von Interesse.

Schöne Grüsse und auf Wiedersehen,
Nils

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1. Workshop bei der ENA,
Thema: Nur wer sich weiterentwickelt verliert sich nicht. Kritische Praxis zwischen Macht und Freiheit. Am Donnerstag, 11.8.2011, 16:45- 18:30 Uhr, in der VHS R. 110
2. PhiloCafé, Thema: Fenster durch die Gesellschaft. Revolution!? am Donnerstag, 25.8.2011, ab 18:00 Uhr, im Foyer des Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstrasse 78d

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1. Workshop bei der ENA, Thema: Nur wer sich weiterentwickelt verliert sich nicht. Kritische Praxis zwischen Macht und Freiheit.
Kurze Inputreferate aus dem Bereich der Sozial -philosophie und -psychologie über die Themenfeldern Décroissance und Transition sollen die gemeinsame Reflektion über die eigenen lebensweltlichen Praxen anstoßen. Mittels Gruppendiskussionen und gegebenenfalls einem Fischbowl soll Verständnis für die Praxen der TeilnehmerInnen entstehen und bestenfalls Verhältnisse gegenseitiger Begünstigung entdeckt werden.

Was: Philosophischer Tisch zu 36 Themen der praktischen Philosophie
Wo: VHS Freiburg, Raum. 110
Wann: Donnerstag 11.8.2011, 16:45- 18:30 Uhr
Wer: Entwicklungsinteressierte und sozial Bewegte
Kosten: nach ENA-Tarif
www: hier

2. PhiloCafé, Thema: Fenster durch die Gesellschaft. Revolution!?

Wir haben uns auf die Lektüre der Streitschrift "Empört Euch!" von Hessel (2011) entschieden. Weitere (online-) Lektüre findet sich im Wiki. Vorab haben wir folgenden Fragen formuliert:

  1. Welche persönlichen Eigenschaften braucht man um Revolutionär zu werden?
  2. Sind dazu Vision, Emanzipation oder die Aufgabe meiner Resignation nötig?
  3. Was hält mich von der Belebung einer Vision ab?
  4. Wie passe ich mich an, werde normkonform und schränke meinen Entwicklungsdrang ein?

Was: Philosophisches Café zum Thema Revolution
Wo: Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78d
Wann: Donnerstag 25.8.2011, ab 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Wer: Neue und geprüfte PhiloCafételistInnen
Kosten: um Spenden wird gebeten
www: hier

  • Von Nils Adolph
  • August 9th, 2011
  • Veröffentlicht in Philo- Cafe
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Rundbrief 7/2011: Einheizen oder pulverisieren?

Logo7-2011

Meine Lieben Mitphilosophen und Mitphilosophinnen,

Weil das Philocafe 3 Jahre alt geworden ist und zudem gerade die Reihe "Liebe Fremde, Heimat!" abgeschlossen wurde, möchte ich die Gelegenheit zu Dank und ein paar philosophischen Reflexionen nutzen.

Am 5.12.2007 habe ich in Zusammenarbeit mit der Pro Seniore Residenz mein erstes Philocafe angeboten. Ohne fertige Antworten wollte ich dort anhand von alltagnahen Themen mit allen Interessierten diskutieren. Dabei sah ich meine Aufgabe vor allem als Zuhörer, der Fragen stellt und Anregen zum selber Denken gibt.

Genau das aber habt ihr Philosophen und Philosophinnen bei mir geschafft. Ihr habt mich in verquerte Verhältnisse mit einbezogen, beispielsweise in die paradoxe Entdeckung des Fremden in mir selbst, was bei "Liebe Fremde, Heimat!" geschehen ist. Und ihr habt mich auch schon vom ersten Philocafe an zu unzähligen Fragen angeregt. Damals sollte ich unter meinen 230 Facebook- Bekannten wirkliche Freund bestimmen, ergründen wie Freundschaft funktioniert und wissen was Freundschaft ist. Keine leichte Aufgabe!

Der Lohn bestand jedoch darin die unverkäufliche Leistung, die ich eigentlich anbieten und verkaufen wollte, selbst konsumieren zu können. Heute muß ich mit einem Lob an alle PhilosophInnen anerkennen: es hat mir gut getan!

Noch ein kurzes Wort zu dem Kunststück, welches die Philosophen und Philosophinnen vom ersten PhiloCafé an vollbrachten. Zusammen mit euch habe ich im Laufe der Zeit gelernt, meine eigene vorgefasste Meinung zugunsten einer freundlichen, substanzlosen Leere immer weiter zurück zu stellen. Damit habt ihr mich Offenheit gegenüber euren Vorurteile gelehrt. Und ihr habt mich gelehrt eine selbstkritischen Haltung gegenüber den eigenen Vorurteilen einzunehmen. Die Selbstkritik war jedoch zu keinem Zeitpunkt selbstdestruktiv sondern jederzeit sehr lehrreich und ermöglicht mir heute stärker und präziser als je zuvor Argumente zu formulieren.

Vielen Dank und auf 1, 2, nein 1000 Philocafes,
Nils

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1. Philosophischer Tisch Nr. 97, am 16.7.2011, ab 18:00 Uhr, beim Mittsommernachtstisch der Stadt Freiburg
2. Workshop bei der ENA, am 11.8.2011, Nachmittags, in der VHS R. 110
3. PhiloCafé zum Thema Revolution!? am 25.8.2011, ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, Treffpunkt Freiburg
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1. Philosophischer Tisch Nr. 97, am 16.7.2011, ab 18:00 Uhr, beim Mittsommernachtstisch der Stadt Freiburg

36 PhiloCafes mit fast unzähligen schweißtreibenden Gesprächen sind geschafft. Mir haben diese Philocafes meistens große Freude bereitet und tragen zu einer nachhaltigen Bereicherung meines Lebens bei. Ich möchte mich für diese Bereicherung bei 36 Mitphilosophen und Mitphilosophinnen herzlich bedanken. Ein kleines Dankeschön für Eure mühevolle Diskussionsarbeit möchte ich Euch gerne am kommenden Samstag, den 16.7.2011 ab 18:00Uhr beim Mittsommenachtstisch zwischen Stadttheater und Theater Marienbad, am Tisch Nr. 97 überreichen. Ich stehe außerdem zu Gesprächen über 36 Philosophische Themen bereit. Die komplette Liste der Diskussionsthemen findet ihr Hier

Was: Philosophischer Tisch zu 36 Themen der praktischen Philosophie
Wo: zwischen Stadttheater und Theater Marienbad
Wann: Samstag 16.7.2011, ab 18:00 Uhr
Wer: Interessenten und geprüfte PhiloCafételisten
Kosten: Spenden werden wie immer danken eingesackt

2. Workshop bei der ENA, am 11.8.2011, Nachmittags, in der VHS R. 110

Kurze Inputreferate aus dem Bereich der Sozial -philosophie und -psychologie über die Themenfeldern Décroissance und Transition sollen die gemeinsame Reflektion über die eigenen lebensweltlichen Praxen anstoßen. Mittels Gruppendiskussionen und gegebenenfalls einem Fischbowl soll Verständnis für die Praxen der TeilnehmerInnen entstehen und bestenfalls Verhältnisse gegenseitiger Begünstigung entdeckt werden.

Was: Workshop zur praktischen Philosophie, Décroissance und Transition
Wo: Volkshochschule R.110
Wann: Donnerstag 11.8.2011, am Nachmittag
Wer: Interessenten und Interessentinnen
Kosten: nach vorheriger Absprach oder ENA-Tarif
Vorbereitungsseite: hier


3. PhiloCafé, am 25.8.2011, ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, Thema: Revolution!

Für das zweite Halbjahr 2011 (August bis Dezember) werden 5 Themenabende unter dem Übertitel "Fenster durch die Gesellschaft" verknüpft. Festgelegt werden die Themen jeweils beim vorhergehenden Treffen. Für die Veranstaltung am 25.8.2011 haben wir uns verständigt und wollen über das Thema Revolution reden.

Was: Philosophisches Café zum Thema Revolution
Wo: Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78d
Wann: Donnerstag 25.8.2011, ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr
Wer: Interessenten und geprüfte PhiloCafételisten
Kosten: Spenden werden für den Treffpunkt Freiburg benötigt
Vorbereitungsseite: hier

  • Von Nils Adolph
  • Juli 13th, 2011
  • Veröffentlicht in Philo- Cafe
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