Nov29

Reflektion zum 32. Philocafe: Lektürekurs Nietzsches Zarathustra

Posted by Nils Adolph on 29.11.10  ~  Posted in: Philo- Cafe, Reflektion

Niemals die Sonne gesehen. Hoffnung nur irreal auf's nächste Feuer, den nächsten Wind. Die Puste raus und real von Frauen angezogen, die ihn regelmäßig tragisch ausgezogen. Ein echtes Original eben, kein Druck und keine Replika. Mehrfach gebrochen

Wo Stärken waren ließe sich abstrakt bestimme. Verkaufsfähiger würde er dadurch auf keine Weise. Wichtig sind Selbstachtung, -schätzung und -vertrauen, deren qualitativer Mehrwert nicht monetär berechnet werden. Weil das fehlt, muß er sich wie ein Mitarbeitergespräch aussehen könnte, bei dem er jene Fähigkeiten anpreist die er nicht liebt und die er nicht haben will. Wie Gewalt in einer Liebesbeziehung von der er sich angezogen fühlt, die aber seiner Ansicht nach dort nicht hingehört.

Die Lösung bestand bislang darin sich versteckt zu halten. Authentizität und damit Lust und Wut, Dissonanz die spontan gelebt wird und ihre besten Ergebnisse in Anwendung einer langwierigen Theorie ohne Vorbereitung nicht- aber charismatisch entfalten, bleibt auf der Strecke. Im Bild einer längst vergangenen Ausstellung zu reden: Der Schmetterling wünscht sich nichts sehnlicher als ewige Stille und Ruh, bevor er noch zum allerersten mal die Schmetterlingsflügel entfaltet.

Ich weiss nicht, ob ich in wagen Worten treffend den Zustand seiner Metamorphose beschreiben kann. Anfangs-, End-, Entpuppungs- Verpuppungsstadium? Vielleicht alle Stadien gleichzeitig? Sinnlos und willkürlich? Den harten Boden realer Tatsachen haben ich und Du noch immer verfehlt. Dennoch gibt es Strukturen, die wir mit rot unterlaufenen Augen zu erkennen vermögen und anhand der eine Orientierung möglich wenn nicht sogar nötig ist. Darüber hinaus das Reich subjektiver Ideale. Enttrohnt von ihrem Zentrum und dennoch hintergründig wirksam – ebenfalls Orientierung stiftend: Anstelle der der endlosen Fragen ein klares Bekenntnis zur Solidarität!

…und keinem was übel nehmen. Sondern sich freuen wenn Menschen aus ihren müden Augen auf Deine Ausnahmeerscheinung blicken. In der Du Dich wie der gütige Arzt seinem Patienten, ihnen zuwendest um durch das Dickicht ihrer Gedanken hindurch das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Zumal Du nicht länger gebraucht hast als die schweigende Mehrheit all jener, die nie da waren, kann ausprobieren nie schaden. Getreu dem alten Motto: wer die Mittel und Möglichkeit hat soll sie anwenden. Was dabei heraus kommt werden wir schon sehen. Wird es zirkulär – dialektisch, negativ – unvergleichlich ist es gewesen wie ich es erahnt hab. Wird’s anders, dann bloß nicht verwechseln und lernen. Denn aus der Welt ewiger Weisheit und Selbstüberhebung hat sich Dir ein DING offenbart, das wir Menschen selten bis nie und wenn nur reflexiv anhand irgendwelcher Selkundärphänomene zu dokumentieren wissen. Die Nacht ist tief und tiefer noch als gedacht.