Veröffentlichungen


Monatliche Rundbriefe

Verdinglichung von fremdplatzierten Kindern

Wissensspeicher und Methodenreservoir

Friedliebende Gespräche

Alter, Wohnen und Aktivitäten.

Buch


Rundbriefe

Die xenophilen Rundbriefe erscheinen einmal im Monat und haben so verschiedenartige Themen zum Gegensatand wie Demokratie, Liebe, Gewalt, Humor oder Zen-Buddhismus. Aus alltäglich philosophischer Perspektive reflektiert jeder Rundbrief grundsätzlich - und das mit köstlichem Humor sowie Praxiserfahrungen im Gesundheitswesen gewürzt - eines der Themen. Eine Liste aller Rundbriefe seit April 2012 finden sie hier. Den monatlichen Rundbrief können Sie kostenlos abonnieren.


Vergessene Anerkennung von Kindern: Verdingkinder

In meiner Dissertation analysiere ich 26 Interviews mit ehemaligen Verdingkindern und insbesondere die Bezüge zu Macht und Autonomie. Als Grundlage dient eine phänomenologische Machttheorie. Sie hilft besser zu verstehen, was ehemalige Verdingkinder an aktiven, bedrohlichen und autoritären Machtgefügen erinnern. Dabei geht es vor allem um individuelle Emanzipationsbestrebungen sowie das Wechselverhältnis von Autonomie und Macht. Wo lassen sich welche Ansätze von Widerständigkeit erkennen? Wie ist es nach vielen schrecklichen Erlebnissen möglich, persönlich mehr Selbstbestimmung zu entwickeln?

Falls sie eine Kopie des Werkes mit vielen Originalstimmen ordern wollen, nehmen Sie mit mir Kontakt auf, klicken Sie auf das nebenstehende Bild oder lesen Sie einen frei zugänglichen Aufsatz zur Methode und Zielsetzung der Arbeit in meinem Wissensspeicher.



Ein Wissensspeicher für Xenophily

Im Wissensspeicher sammle und ordne ich viele Exzepte und Handouts welche im laufe meiner Forschungs- und Lehrtätigkeit anfallen. Neben Forschungsmethoden dokumentiere ich dort Thematiken die ich im Rahmen meiner Projekmanagements bearbeitet habe genauso wie eine vielzahl inhaltlicher Themen von A wie Alternativökonomie bis Z wie Zufall. Siehe hier: Liste aller Seiten.



Friedliebende Gespräche

Wie täglich die Lust auf Frieden kommt

Zunehmend deutlicher nehme ich wahr, dass etwas faul ist, an der wachsenden Gier nach Gewalt, Tod, Zerstörung in unserer Welt. Deshalb frage ich: Welche meiner alltäglichen Praxen sind dem „schönen Bösen“ (Bolz 1989) entgegen gesetzt um es auflösen? Durch Antworten darauf erhoffte ich mir als Kollateralgewinn mehr Lust auf Frieden zu gewinnen.

Gewalt absolut

Bereits seit über einem Jahrzehnt setze ich mich kritisch mit verschiedenen Gewalttheorien auseinander (vgl. http://nilsadolph.de/wiki/index.php5/Gewalt). Dadurch wurde ich sensibilisiert für Gewalt und nahm zunehmend mehr Gewalt wahr. Wer dem Pfad der Gewalt konsequent folgt dessen Wegziel ist in aller Regel vorauszusehen. Er wird Menschen mit Gewalt bis zum Tod verfolgen und sich in einen Bruderschluss mit Parteien stellen, denen ich sonst spinnefeind bin, z.B. der nationalistischen NSU und den untoten Anhänger des IS-Kalifats. Ich verstehe weder deren Weltanschauungsideologien noch deren extreme Religionsauslegungen. Aber Menschen werden von Menschen noch aufgrund ganz anderer, noch viel weniger nachvollziehbaren, tragischen Gründen verfolgt, gejagt, getötet. Die Sprache der Waffen bleibt in jedem Fall absolut unverständlich und ich vermute, dass Mörder oft selbst nicht wissen, warum sie morden. Vielleicht spricht sie die Gewalt als Heiliges an? Vielleicht erleben sie Gewalt als Rausch oder Gewalt entzieht sich aufgrund gut versteckter Scham ihrem Verständnis? Angesichts meines Unwissens möchte ich an Menschen die mit Waffen sprechen diese Einladung senden: „Sie sind jederzeit herzlich eingeladen mit mir ins Gespräch zu kommen.“ Ich bin bereit dafür!

Frieden verstehen

Frieden entzieht sich intuitiv meinem Verständnis. Dabei sind friedliebende Menschen doch darum bemüht verständlich zu sein, ebenso wie ich versuche mich gerade jetzt in einer verständlichen Sprache mit zu teilen. Eine Sprache deren Bedeutung meine Leser verstehen und die sie nachvollziehen können. Das Ziel dieses Textes soll jedoch nicht nur in meiner sinnvoll-verständlichen Mitteilung bestehen. Ich möchte mich als eigenverantwortlich und mündig erleben. Das kann ich nicht im Monolog, sondern dazu brauche ich umgekehrt die vollwertigen Mitteilungen eines Gegenübers, in dem Fall dem Frieden. Kurz: Ich möchte gerne den Frieden verstehen und nach vollziehen lernen. Anders als im wechselseitigen Verständigungsversuchen werde ich dem Frieden nicht auf die Spur kommen. Das ist eine tiefe Überzeugung von mir. Erst im friedlich Gespräch kann sich ein Zwischenraum herausbilden in dem Würde und Selbstbestimmung Platz haben. Außerdem wird im friedvollen Gespräch tiefe Versöhnung und kluge Vermittlung geschaffen. Im besten Fall gelingt in allen sozialen, materiellen und emotionalen Belangen ein gutes Wechselverhältnis: Alle werden grundsätzlich selbst so behandelt, wie Sie behandelt werden möchten, nämlich friedlich. Ist das nicht ein schönes Ideal?

Lust auf schönen Frieden?

Ein solches Friedensideal muß meiner Ansicht nach nicht unbedingt kostenlos, aber gewinnbringend, faszinierend und sexy sein. Um finanziell attraktiv zu werden wird sich zum Friedensideal wohl oder übel das Geld von anderen Menschen gesellen müssen, denn Frieden selbst besitzt kein Geld. Vorzugsweise handelt es sich dabei um das Geld von Menschen die viel Geld besitzen. Aber man kann auch mit wenig Geld finanziell lohnenswerte Anreize für den Frieden schaffen. Mit meiner Mitgliedschaft in der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion1 verschenke ich regelmäßig Geld. Ich kenne jedoch auch faszinierende Gruppen, die sich ohne Geldeinsatz um Frieden bemühen. In einer dieser Gruppierungen schenkt man sich gewinnbringend Zeit und unterstützt sich gegenseitig dabei, gewaltfrei zu leben zu lernen. In einer anderen Gesprächsgruppe will man zur weltweiten Kultur des Friedens beitragen und überregionale Kulturen der Gewaltfreiheit aufbauen. In den verschiedenen Gruppen und ihren Praxen sehe ich hauptsächlich die Antworten auf jene eingangs gestellte Frage. Verständnisvolle Gespräche, ob in Gruppen oder mit Einzelpersonen, sind dem „schönen Bösen“ entgegen gesetzt und lösen es auf.