Einladung zum alternativen Wohnen

Plötzlich feiert mein Hausprojekt schwereLos eine Einweihungsparty. Eingeladen sind alle Freund*innen, Kreditgeber*innen, Unterstützer*innen, Nachbar*innen, Interessent*innen und Familienangehörige*innen. Ich werde als Kinderabenteuerbetreuer und Security-Man am Samstag, 30. Juni ab 15:00Uhr das Kaffee&Kuchenbuffet im Gemeinschaftsraum bestreichen und das Kinderprogramm rund ums Tippie im Innenhof. Natürlich bleibe ich auch im weiteren Verlauf des Abends auf der Hut, rund um die 3 Bars, diversen Foodstände und bei der Haus- und Tiefgaragenmusik. Herzlich willkommen bei den Gutleuten!

Das näxte Gesprächscafé am Donnerstag, 5.7.2018, thematisiert das „Alternative Wohnen im Alter“. Los geht es schon um 10:00Uhr, im BürgerRaum (Heinrich-Heine-Str.10, Grips). Hierzu gibt Eva-Maria Kreis einen Input und steht dem Gespräch als Expertin zur Verfügung. Frau Kreis gibt seit einigen Jahren im Bereich alternatives Wohnen Workshops, berät dazu und ist Ansprechpartnerin im Gewo-Netz, einer Plattform für Alternative Wohnprojekte im Raum Freiburg. In der Rolle als Koordinationsstelle Gelingendes Altern begleite ich das Gespräch. Eintritt ist frei.

Das Philocafé ist nach seinem Exodus aus der Pro Seniore Residenzbibliothek nach wie vor wohnungslos. Klar scheint, nach einem sehr angenehmen Treffen mit meinem philosophischen Kollegen Robert Messmer aus Emmendingen, das Philocafé braucht eine alternative Wohnform. Messmer verdankt das Zauber- und Spielecafé als Gesprächsort dem freiwilliges Engagement seines Unterstützerkreises: Stadt Emmendingen, Kulturkreis und ökumenische Bildungswerk ziehen das Philosophische Café in Emmendingen mit. Eine letzte Anregung noch, bevor sich alle auf die Suche nach einer neuen Bleibe für das Philocafé machen: Vielleicht mag jemand für die Zukunft des Philocafés seine Verbindungen zum Badischen Weinbauverband fruchtbar machen? Ich kann mir zur fortgeschrittenen Stunde eine Umbenennung des Philocafés in Philovino gut vorstellen.

Prosit- auf die Gesundheit und bis bald,

Nilszsche

 

P.s.: Vielen Dank für die vielen lieben Grüße und Glückwünsche zur Geburt von Louca Salomé. Sie wächst und gedeiht großartig!

Kindsgeburt, Vertrauen und Mut

Hochverehrte Leser*innen,

ein kurzes Gedicht oder einen sinnfälligen Spruch über Licht, Frieden und Geburt zu finden ist nicht einfach. Bitte sendet mir ein solches Gedicht oder Spruch! Zu gewinnen gibt es eine Geburtskarte meiner kleinen Tochter auf der eben jenes Gedicht verwendet wird.

Philocafé gibt es 2018 im Wonnemonat keines. Statt dessen steht die Geburt einer weiteren Tochter ins Haus. Bitte habe Verständnis für meine mir selbst unverständliche Situation. Darüber hinaus gibt es überhaupt kein Philocafé mehr – zumindest in der Pro Seniore Residenzbibliothek. Bitte sendet mir Eure Ideen für einen anderen ansprechenden Ort für das Philocafé. Schön wäre überdies wenn dieser Ort Verständnis für die finanziellen Nöte eines freischaffenden Sozial- und Xenosophen aufweist.

Wegen der Datenschutzerklärung braucht Ihr Euch bei mir keine Sorgen zu machen. Am Ende meines Rufs findet Ihr regelmäßig einen Knopf. Wer den Knopf drückt erhält keinen monatlichen RuF mehr. Auf meiner Webseite habe ich eine Datenschutzerklärung für alle Fälle hier zugefügt. Die schönste E-Mail zu neuen Datenschutzerklärung hat mir übrigens die übereifrige Dagmar Große vom EWF gesendet. Ich würde Euch gerne Ihren Text in den RuF kopieren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das nicht schon wieder gegen die Datenschutzrichtlinien verstößt.

Liebe Denker*innen zu guter Letzt möchte ich Euch noch einen folgenschweren Entscheid mitteilen. Der monatliche sozio- und xenophile Rundbrief heißt gar nicht mehr Rundbrief. Er heisst jetzt RuF. Das ist ein Akronym für „Realität und Fantasie“ und zugleich der Titel eines sozial-xenophilen Magazins, dessen erste Nummer ich vor 20 Jahren zusammen mit Freunden verschenkt habe. Einen Teil des Titelblatts möchte ich Euch ungern vorenthalten. Er ziehrt den Kopf des RuFs im Monat Mai 2018.

Viel Freude und gut,

Nils

Mangel und Reichtum

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.

(B.Brecht)

Armut oder Mangel ist für mich wenn die Zeit fehlt, um an den monatlichen Rundbrief zu denken. Wenn ich vergessen habe, warum ich gewisse Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe. Mangel ist auch, wenn ich vom Gefühl her immer schon genau weiß, warum mein Töchter genau so ist wie sie ist ohne Sie noch danach zu fragen. Mangel ist Suppe aus Toastbrot.

Reichtum hingegen ist es, den Belag ohne Brot zu essen. Reichtum ist auch meine Tochter nach ihren Befindlichkeiten erfolgreich, d.h. mit Erkenntniszugewinn gefragt zu haben. Reichtum ist eine Sinnfülle die sich im Rückblick auf gewisse Lebensentscheidungen ergibt. Reichtum ist es, bis spät in die Nacht an einem Rundbrief zu tippen.

Liebe Denker*innen ich lade Euch ein, am Sonntag, den 29.4.2018 um 15:00Uhr in die Pro Seniore Residenzbibliothek (Maxim-Gorkij-Str. 2) zu meinem Philocafé. Ins Thema „Mangel“ führt Hector Schmassmann ein, der zusammen mit Ueli Mäder Autor des Stichworts im historischen kritischen Wörterbuch des Marxismus ist. Darin gehen die beiden Autoren von der Frage aus: „Können alle Kinder, die wollen, Violine oder Klavier spielen?“ und kommen überraschenderweise zur Lösung: Soyons réalistes, demandons l’impossible! Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

Herzlich Willkommen,
Nils

Bitte mehr Dialoge wagen!

Dialog nicht ohne Sophie

Enthaltsamkeit ist keine meiner starken Tugenden. Gerne ein Glässchen Wein ab Abend und manchmal auch zwei kleine Bierchen. Rauch gabs bei mir früher auch – heute sind mir meine Lungen dafür zu schade. Aber was mich schafft und mich zum geduldigen warten verdammt ist meine Sophie. Normalerweise kann sie Sie fast ohne Ende schwurbeln, lässt niemanden mehr zu Wort kommen. Oder Sie bricht schon mal wechselseitig entweder in lautes Heulen oder aber in infernales Fluchen aus. Jetzt aber schweigt sie schon seit zwei Wochen – und das macht mich fertig!

Manfred Kröber

Heute hat völlig unerwartet einer der OB-Kandidat der Freiburger Grünen angerufen. Wir kennen uns aus früheren Philocafé-Zeiten. Er stellt sich als grüner OB-Kandidaten neben den anderen grünen Kandidaten, weil er „innerhalb des grünen Spektrums genügend Platz für eine sinnvolle und inhaltlich klar abgrenzbare weitere Bewerbung“ sieht. Während wir am Telefon über seinen bevorstehenden öffentlichen Wahlkampfauftakt sprechen (Mo. 19. Februar, 20:15 im „La Pepa“, Moltkestraße 27) ist er volles Roh offenes Ohr. Wenn ich von meinen Kindern, meinem Job oder meinem Hausprojekt rede nehme ich ihn verständnislos wahr, fühle mich als Zeitdieb, aber nicht missbilligt.

Dialektische Auflösung unmöglich

Zur Beruhigung von Menschen denen es ähnlich wie Manfred Kröber geht hat Martin Buber sicherlich irgendwo geschrieben, dass die immer währenden Widersprüche zwischen den Menschen nicht letztgültig aufzuheben sind. Dass wir also im Gegensatz zur Annahme nicht wenig prominenter logischer Dialektiker (z.B. Hegel, Marx, Kant) gar nicht zu letztgültigen Schlüssen gelangen können, weil die Schlüsse sich in Laufe unserer Dialoge immer wieder neu und auf vormals unvorhersehbare Weise einstellen. Ich bin gespannt darauf wie Manfred in der Lage sein wird die Diskussionen immer wieder neu inhaltlich mitzuprägen.

Praktische Nutzanwendungen der Dialogosophie

In Folge der Buberschen Einsichten hat die Gestalttherapie postuliert, dass in Dialoge immer auch unbearbeitete Ereignisse aus der Vergangenheit auf ihre je eigne Art und Weise ihre Antworten mit einfließen lassen. Daran knüpft Schulz von Thun an, bei dem ein und dieselbe Nachricht außer dem Vergangenen stets noch viel mehr Botschaften gleichzeitig enthält (vgl. von Thun 2008: Miteinander reden. S. 26 Rowohlt). Ob und wie wir dieses Botschaften wahrnehmen und interpretieren, was wir daraus in unserem eigenen Beitrag machen, bleibt eine Frage innerer Einstellung und Glaubens. Lasst uns darüber mal in einen Dialog treten!